Wie konnte es so weit kommen, dass Simbabwe nach der kolonialen Befreiung zu einem unfreien Staat mit einer korrupten Elite wurde? Andrea Jeska kennt das Land gut. Ihr Buch erklärt die Hintergründe für den politischen und wirtschaftlichen Niedergang der einstigen Kornkammer im südlichen Afrika. Sie berichtet von ihren Begegnungen mit Menschen, die ihr, der Journalistin aus Deutschland, die Stimmung des Landes zwischen Agonie und Aufbruch vermitteln. Denn Simbabwe ist nicht Mugabe - und seine Macht ist brüchig. Hinter den Kulissen findet längst eine Entwicklung ohne ihn statt.


Weltenbummler kann man in zwei Arten unterteilen: Die Einen, das sind die Rastalockenköpfe, die mit selbstgedrehten Zigaretten und Che-T-Shirts Asien unsicher machen. Die Anderen sind die wahren Entdecker und Bewahrer der Welt. Und sie berichten in der Reihe Lesereise des Picus-Verlages. Andrea Jeska ist so eine weltbewahrende Weltenbummlerin. Sie zog es nach Simbabwe im südlichen Afrika. Die Victoria-Wasserfälle sind der größte Exportschlager des vom Mugabe-Clan so geplagten Landes. Hier ist die Welt noch in Ordnung – wenn man Tourist ist. 120 Dollar und man kann sich todesmutig an einem Gummiseil in die Fluten stürzen. Aber wehe man ist Einheimischer uns versucht mit allerlei Mitteln (und Tricks) seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Sofort eilt die allgegenwärtige Miliz herbei, um den Touristen aus der Umklammerung des Unholds zu befreien.

Simbabwe als Land der Gegensätze zu bezeichnen, wäre nicht ganz falsch, aber eben nicht einmal annähernd die Hälfte der gesamten Wahrheit.

Andrea Jeska liebt dieses Land. Das spürt man mit jeder Silbe. Doch sie verschließt nicht die Augen vor dem, was Tag für Tag vor sich geht. Korruption und Folter, aber auch atemberaubende Naturereignisse. Sie sucht nicht die Hotspots, die werden von ihr gefunden.

Immer wieder trifft sie Menschen, die ihr den Zauber des Landes zeigen und vorleben. Expedition ins Paradies, wenn man sich darauf einlassen kann. Geschichte und Geschichten vermitteln auf den 132 Seiten einen Einblick in ein Leben, das nicht nur wegen der klimatischen Unterschiede hier absolut unmöglich wäre.

Sie gibt keine Reisetipps, gibt keine Ratschläge, was man gesehen haben muss und was nicht. Dafür ist die Buchreihe auch nicht konzipiert. Vielmehr ist dieses Buch ein Amuse gueule, ein Appetitanreger auf Simbabwe. Viele der Geschichten wird man nie selber erleben. Darum ist es um so anregender sich an den Erfahrungen der Autorin zu erfreuen. Weltenbummlerin mit Herz und Verstand – ohne revolutionäre Umsturzgedanken. Nicht einfach faul in der Sonne liegen und vom großen Kampf träumen. Andrea Jeska packt an, in dem sie ein Land durchstreift, sich fernab des Touristenprogramms mit denen unterhält, die Simbabwe ausmachen. Den Menschen vor Ort. Und wir Leser dürfen hautnah dabei sein


Dies ist eine Geschichte von Mut und Gradlinigkeit, Zuversicht und Gottvertrauen. Am Rande der Sahelzone pflanzt ein Mann hunderte von Bäumen. Jahr für Jahr hackt er den harten Boden auf - eine einsame Figur unter einer immer zu heißen Sonne. Man hat ihn verspottet, hat ihm seine Bäume verbrannt, doch er begann von vorne. Er haderte nicht. Er rechnete nicht. Am Ende besiegte er die Natur und widerstand den Menschen, führte sein Dorf aus dem Zyklus von Dürre und Hunger. Dies ist auch die Geschichte einer Freundschaft, die Kontinente und Kulturen überwand. Dies ist die Geschichte des Ackerbauern Yacouba Sawadogo, der der Wüste einen Wald abrang.


 

Pressestimmen

Die schlichten, jedoch mächtigen Texte der deutschen Journalistin und die eindrucksvollen Fotos Sadulajews fügen sich zu einem bewegenden Buch, welches den Leser aufwühlt und doch irgendwie hoffen läst. (Die Berliner Literaturkritik am 29.02.2008)

 

Es ist ein Buch, das schon beim Durchblättern betroffen macht. Viele, viele Fotos von 'Tschetscheniens vergessene Kinder' gehen unter die Haut. Und zu diesen Bildern von Musa Sadulajew hat Andrea Jeska einen ebenso berührenden Text geschrieben. (NRZ am 05.11.2007)


»Wer drei Stunden vor dem Spiegel braucht, hat bei der Bundeswehr nichts zu suchen.«

Seit fast zehn Jahren dürfen Frauen bei der Bundeswehr Dienst an der Waffe leisten. Mehr als 16.300 Soldatinnen sind derzeit im Einsatz bei Heer, Luftwaffe, Marine, im Bereich Streitkräfte Basis und im Sanitätsdienst. Was sind das für Frauen? Welche Rolle haben sie innerhalb einer bislang von Männern dominierten Welt? Und was bewegt sie, wenn sie zu Auslandseinsätzen berufen werden? BRIGITTE-Autorin Andrea Jeska schreibt über ein hochbrisantes Thema — über junge Frauen, die wissen: Soldatin sein heißt auch, in den Krieg zu ziehen.

Für Hauptfeldwebel Sonja Cole, Ausbilderin beim III. Luftwaffenregiment, zählen Disziplin und Treue. Coles Erwartungen orientieren sich an dem, was sie selbst zu geben bereit ist, und das ist im Ernstfall alles. Die Bundeswehr ist schließlich kein Mädchenverein. 



Johanna Uthgenannt taucht in Afganistan unter. Sie investiert zweitausend Dollar in ein Taxi und ein Leben mit neuer Identität, immer auf der Suche nach einem Ort, an dem ihre Seele gesund werden kann. Ihr Mann Götz hört in Deutschland von einem Flugzeugabsturz in Afganistan. Er ahnt, dass Johanna nie zu ihm zurückkehren wird. Statt Schmerz spürt er Erleichterung - denn längst schon ist seine Geliebte bereit, ihm neues Glück zu bieten. Andrea Jeska findet glasklare Worte für Leidenschaft und Schmerz, die in ihrer Intensität unter die Haut gehen. Sie erzählt von der Liebe und ihrem Scheitern, von Hingabe und Rücknahme, von gebrochenen Versprechen und getäuschten Erwartungen.


Mit ihren beiden Töchtern im Schlepp begibt sich Andrea Jeska auf eine Reise durch das Land der Zulus, um einen afrikanischen Alltag jenseits von Aids, Krieg und Katastrophen zu finden. Mal komisch, mal reflektierend, mal bissig, mal liebevoll erzählt sie vom Leben, Lachen und Leiden in den südafrikanischen Krals und vom aberwitzigen Scheitern an der Idee, das Wesen des Kontinents ergründen zu können.


Beslan war Untergang. Am 4. September 2004 starben mehr als 200 Kinder und vermutlich auch mehr als 100 Erwachsene bei einem Terroranschlag auf die Schule Nummer 1 in der nordossetischen Kleinstadt Beslan. Das letzte Tabu - die in jeder Kultur und Religion verankerte Unantastbarkeit von Kindern - war gebrochen worden. Das Böse war nach Beslan gekommen und hatte alles vernichtet, woran Menschen glauben müssen, wenn sie leben wollen: Menschlichkeit, Mitleid, Achtung, Demut. Eine ergreifende und zukunftsweisende Begegnung mit Überlebenden und eine Homage an diejenigen, für die es keine Hilfe mehr gibt.